Themenfonds

Ist der Klimaschutz das Umweltthema, das Sie am meisten bewegt? Möchten Sie sich hauptsächlich für Urwälder engagieren? Oder liegen Ihnen Wale am Herzen? Bei der Umweltstiftung Greenpeace können Sie bestimmen, in welchem Bereich Ihre Zustiftung oder Ihre Spende eingesetzt werden soll.

Mit den Themenfonds möchte die Stiftung ihren Stiftern mehr Mitgestaltung ermöglichen. Sie haben die Wahl zwischen folgenden Schwerpunkten:

A | Allgemeiner Stiftungsfonds

In diesem Fonds befindet sich das zweckungebundene Stiftungskapital. Es ist für die Stiftung sehr wichtig, auch freie Mittel zur Verfügung zu haben. Daraus finanzieren wir z.B. die Stiftungsbroschüre oder unseren jährlichen Rundbrief. Aber auch die Kosten für die Vermögensverwaltung und die Prüfung des Jahresabschlusses. Die Stiftung hat dank der großzügigen Unterstützung des Greenpeace e.V. niedrige Verwaltungskosten. Der Verein trägt zurzeit die Personalkosten und stellt der Stiftung seine Infrastruktur kostenlos zur Verfügung. Damit kann die Stiftung mehr Geld für Projektförderung ausgeben.

Aus diesem Fonds werden aber auch die Stiftungszwecke gefördert, die nicht durch die Themenfonds abgedeckt sind, wie z.B. die Friedensforschung. Oder wir stocken bei Bedarf die Themenfonds auf, um ein bestimmtes Projekt auf den Weg zu bringen.

Projekte:

Sunshine Project e.V.: Die internationale Organisation Sunshine Project informiert über die Gefahren von Biowaffen.

B | Wald- und Biotopschutz-Fonds

Dieser Fonds unterstützt Kampagnen zur Rettung der noch intakten grünen Lungen unserer Erde mit Projekten zum Schutz der letzten Wälder. Die Vernichtung der Urwälder schreitet schnell voran, weil große Flächen illegal abgeholzt werden, um Plantagen oder Rinderweiden zu schaffen.

Auch der Biotopschutz liegt der Umweltstiftung sehr am Herzen. Aus diesem Fonds werden kleinere, regionale Projekte finanziert, die den Erhalt alter heimischer Pflanzensorten zum Ziel haben.

Projekte:

Kids for Forests: Kinder und Jugendprojekt von Greenpeace Russland

Bergwaldprojekt e.V.: Der Verein forstet Schutzwälder auf, vor allem in den Alpen.

Waldschutz für Kanada: Die Details für Kanadas größtes Waldschutzabkommen werden verhandelt.

Stifterhain, Allee der Stifter: Für jeden Stifter pflanzen wir einen Baum einer alten bedrohten Obstbaumart.

Streuwiesenmahd: Streuwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Um sie zu erhalten, müssen sie regelmäßig gemäht werden.

Heimische Orchideen: Eine regelmäßige "Mahd" schützt auch heimische Orchideen-Arten.

Galapagos-Inseln: Ein Umweltbildungprojekt soll die Menschen der Galapagos-Insel Isabela sensibilisieren, die reiche Tier- und Pflanzenwelt des Archipels besser zu schützen.

 

Amazonas-Projekt von Greenpeace

C | Meeresschutz-Fonds

Dieser Fonds widmet sich dem Schutz der Meere mit allen dazugehörigen Aspekten. Die Erde ist ein blauer Planet – rund 75 Prozent ihrer Oberfläche werden durch Ozeane bedeckt. Schon immer war das größte Ökosystem der Erde ein Hauptthema für Greenpeace. Leider sind durch Überfischung, Umweltverschmutzung und Rohstoffabbau die Ozeane heute mehr gefährdet denn je.

Mit diesem Fond unterstützen wir zum Beispiel die Meeresschutzarbeit des Greenpeace e.V., allen voran Kampagnen zur Einrichtung von Schutzgebieten sowie die wissenschaftliche Erforschung ihrer ökologischen Bedeutung. Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigen die Zahlen: Immer noch sind weltweit weniger als ein Prozent der Meere und seiner Bewohner vor dem Zugriff des Menschen wirksam geschützt.

Projekte:

Greenpeace-Meereskampagne: Die Umweltstiftung Greenpeace unterstützt seit 2008 die Greenpeace-Meereskampagne.

OrcaLab: Vor Vancouver Island erforschen Wissenschaftler die Kommunikation und das Verhalten der Orcas

D | Artenvielfalt- und Tierschutz-Fonds

Von Anfang an war der Umweltstiftung Greenpeace das Thema Biodiversität wichtig: Ergänzend zum Biotopschutz in Fonds B widmen wir uns hier gezielt dem Erhalt und dem Schutz einzelner Pflanzenarten und -sorten, sowie Tierarten und -rassen.

Das bisher größte Projekt der Stiftung, der Verein Arche Warder – Zentrum für seltene und bedrohte Haus- und Nutztierrassen, wird aus diesem Fonds gefördert. Artgerechte Tierhaltung ist uns dabei ein besonderes Anliegen.

Projekte:

Arche Warder e.V.: Europas größtes Zentrum zum Erhalt von alten Haus- und Nutztierrassen

Copi e.V.: Müllentsorgungsprojekt zum Schutz des Java-Nashorns

Fledermausschutz: Die Initiative Artenschutz im Steigerwald will die bedrohte Kleine Fledermaus in eine Kirche zurücklocken.

Schutz für die Bienen: Wissenschaftler untersuchen die Gefährdung der Bienen und anderer Insekten durch Pestizide und zeigen Alternativen auf.

 

Orang-Utan-Schutz in Indonesien

E | Fonds für Klimaschutz und Umwelttechnologie

Der Klimaschutz ist das bedeutendste Thema des 21. Jahrhunderts. Jahrelang leugneten Politik und Industrie die durch den Menschen verursachte globale Erderwärmung. Dadurch ist der weltweite Klimaschutz zur Existenzfrage geworden. Viele Klimaschutzmaßnahmen sind jetzt und sofort machbar. Mit dem Fonds fördern wir zum Beispiel Projekte, die die CO2-Emissionen reduzieren und so die Erderwärmung abmildern.

Im argentinischen Hochland unterstützt die Umweltstiftung die Herstellung und den Einsatz einfacher Solartechnik für den täglichen Gebrauch. Nur wenn es gelingt, die Treibhausgabe drastisch zu reduzieren, haben auch Ihre Enkel auf der Erde eine Zukunft.

Projekte:

EcoAndina: Solardörfer in den argentinischen Hochanden

SolarChill: Entwicklung eines Solar-Kühlschranks für Afrika

Stromnetzstudie: Studie über den notwendigen Ausbau des Stromnetzes beim Ausbau der Erneuerbaren Energien

Windrad-Projekt: Ein Windkraftrad für eine Schule

Solar-Kickoff: Fußballgucken dank Solarstrom

Klimaschutz-Karawanen: Ein Dorfentwicklungs- und Solarenergieprogramm für Afrika

Solartraining: In Südafrika lernen Pfadfinder und Greenpeace-Jugendliche in einem Camp, was man mit Sonnenenergie alles tun kann

Haus-Solarsysteme: Kleine Fotovoltaikanlagen für nicaraguanische Landarbeiterfamilien

Energiesparöfen: Der Verein Buana e. V. untersucht, wie sich die Gesundheit der Menschen in den Dörfern Kameruns durch energieeffiziente Öfen verbessern lässt.