
Windrad-Projekt: Mit Windkraft in die Zukunft
Das Gymnasium Allee in Hamburg Altona setzt ein Zeichen in Sachen Klimaschutz: Ein Windkraftrad soll auf dem Schulgelände gebaut und genutzt werden.
Die Themen Umweltschutz und regenerative Energien spielen im Gymnasium Allee in Hamburg Altona seit langer Zeit eine große Rolle. So hat die Schule zum Beispiel seit einigen Jahren eine große Photovoltaik - Anlage auf dem Dach. Außerdem wurde eine Umweltschutzhütte und Regenwasser-Nutzungsanlage gebaut, eine Wildblumenwiese und ein Schulgarten angelegt und vieles mehr. All dies hat der Schule schon mehrmals den Titel „Umweltschule in Europa“ eingebracht – eine Ermutigung für die neueste, etwas ungewöhnliche Idee: Das Gymnasium Allee will auf dem Schulgelände ein Windrad errichten.
Nicht nur diskutieren, sondern auch handeln
„Wir wollen nicht nur über alternative Energien informieren und diskutieren, sondern exemplarisch mit regenerativer Energieerzeugung umgehen und daraus lernen“, erläutert der Schulleiter Ulrich Mumm das Großprojekt. Geplant ist, Ende 2010 eine 3-KWWindkraftanlage auf einer Außentreppe des Neubaus aufzubauen. Bereits an den Vorbereitungen und den Bemühungen um Finanzierung sind die Schüler beteiligt. Später sollen sie die Energie-Erträge der Anlage auswerten und analysieren. Durch Öffentlichkeitsarbeit wird das Projekt dann in den Stadtteil getragen und gezeigt, dass der Bau von Windkrafträdern auch innerstädtisch möglich und sinnvoll ist.
Auf diese Weise trägt die Schule nicht nur aktiv zur CO2-Reduzierung bei und fördert die Verbreitung Erneuerbarer Energien, sondern zeigt auch, wie man ein Projekt zum Klimaschutz ins Leben ruft und es managt. Und die Projektleitung der Schule denkt schon weiter: Sobald Energie aus dem Windrad fließt, soll sie in einer Stromtankstelle gespeichert werden. Dort können Elektro-Autos dann saubere Energie tanken. Die Umweltstiftung Greenpeace fördert das visionäre Pädagogikprojekt des Gymnasiums mit 5000 Euro.
www.gymnasium-allee.hamburg.de



