Bohnapfel


Stifterhain gehört zu dem Themenfonds B.

Stifterhain

Für jeden neuen Stifter pflanzen wir als Dank einen Baum einer alten, fast verdrängten Obstbaumsorte auf unserem Stifterhain, einer ökologisch besonders wertvollen Streuobstwiese bei Forbach im Schwarzwald.

Mit unserem Stifterhain möchten wir einen Teil der früheren Vielfalt zurückholen und so dazu beitragen, eine alte Kulturlandschaft zu erhalten. Streuobstwiesen sind eine extensive und abwechslungsreiche Form landwirtschaftlicher Nutzung. Sie halten die Verwaldung auf und verschaffen Vögeln und Insekten Lebensraum, die sonst zunehmend verdrängt werden: Steinkauz, Gartenrotschwanz und Hornisse zum Beispiel. Denn anders als in Obstplantagen stehen hier Hochstammsorten. Altholz wird nicht weggeräumt, sondern bietet Nistplätze, und der Einsatz von Pestiziden ist tabu.

Eine ganz besondere Streuobstwiese

Im September 2006 trafen sich 23 Stifterinnen und Stifter zur Versammlung in Forbach – und wurden mit der Enthüllung einer Tafel geehrt, die über den Zweck der Wiese informiert und die Namen aller Stifter verzeichnet. Zudem stellte der Bildhauer Rüdiger Seidt seine „Kugelmauer“ vor: Das Kunstobjekt aus kleinen Findlingen am Eingang zum Stifterhain hält ohne Mörtel zusammen, so wie die traditionellen Trockenmauern der Region.

 

 

Sifterhain Steinkugel

 

113 Obstbäume gedeihen inzwischen auf dem ersten gepachteten Grundstück in Bermersbach, einem Teil der Gemeinde Forbach. Sie alle tragen eine alte Sorte, ob Pastorenbirne, Goldrenette oder Reineclaude. Einer für jeden Stifter, der mindestens 2.500 Euro gespendet hat. Um aber weitere Stifterinnen und Stifter zu ehren, pachtete die Stiftung im Jahr 2007 eine zweite Wiese unweit des ersten Hains hinzu. Hier haben 100 Bäumchen einen Platz bekommen. Beide Flächen sind nun vollständig bepflanzt. Selbstverständlich werden die Haine für die nächsten 100 Jahre gehegt und gepflegt. Wenn die Bäume etwas größer sind, wird als neues Projekt ein Lehrpfad eingerichtet werden.

Enthüllung der Stifterhain Tafel