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EcoAndina

Die Stiftung fördert Solardörfer im argentinischen Hochland.

Sonne sorgt für ein besseres Leben

Früher ist Antonio immer schnell davongerannt, wenn ihm seine Mutter die Haare waschen wollte. Denn das Wasser war eiskalt, und er bekam danach oft Ohrenschmerzen. Aber seit ein paar Jahren ist in Antonios Andendorf im Norden von Argentinien alles anders: In Cienaga Grande, wo die Menschen arm und Wasser sowie Holz knapp sind, aber die Sonne im Überfluss vorhanden, hat im Jahr 2003 die Solarenergie Einzug gehalten.

Seither ist es für Antonio ein Vergnügen zu duschen, denn dank der Paneele auf dem Dach ist das Wasser warm. Darüber hinaus gibt es in der Schule eine Fußbodenheizung, warmes Essen wird mit Solarkochern zubereitet – und selbst die Felder werden durch Sonnenkraft bewässert: Solarbetriebene Pumpen versorgen die Wurzeln der Pflanzen mit Wasser aus tieferen Schichten.

Mit Hilfe von Spendengeldern kann sich Cienaga Grande jetzt autark mit Energie versorgen. Etliche benachbarte Siedlungen folgten dem Beispiel. Heute leben mehr als 800 Menschen in fünf gut ausgerüsteten Solardörfern – pro Ort müssen dafür zwischen 30.000 und 50.000 Euro investiert werden. Für die Bauern im Hochland bringt die Umstellung viele Vorteile: Ihre Kinder werden viel seltener krank, der Brennholzverbrauch reduziert sich um die Hälfte, die eingesparte Zeit fürs Holzsuchen können sie zum Beispiel für den Anbau von Gemüse nutzen und dadurch ihre Ernährungssiuation verbessern – undschließlich werden durch die neue Technologie Arbeitsplätze geschaffen.

Für den Einsatz in Entwicklungsländern erarbeitete die federführende Hilfsorganisation "Solar Global e.V." in Zusammenarbeit mit der argentinischen Stiftung "EcoAndina" eigens robuste und einfache Solarmodule. Die Umweltstiftung Greenpeace hat in 2008 und 2009, mit je 10.000 Euro aus ihrem Fonds für Klimaschutz und Umwelttechnologie, den Bau einer rund 100 Quadratmeter großen Lehrwerkstatt in der Nähe der Stadt Jujuy ermöglicht.

Werkhalle

Mit großer Freude wurde das Gebäude am 20. Mai 2009 eingeweiht. Die Bewohner der umliegenden Hochlanddörfer lernen dort, wie man die Solaranlagen herstellt, installiert und wartet. Es besteht außerdem eine Kooperation mit der Fakultät für Ingenieurwesen der lokalen Universität. So haben Studenten die Möglichkeit, die Entwicklungswerkstatt zu nutzen, um die Thematik in Diplomarbeiten etc. zu vertiefen.

 

 

Mehr Informationen unter www.ecoandina.org/de und www.solarglobal-ev.de/argentinien.html